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Chronik

Am 13. Dezember 1913 finden sich in der Dornbuscher Gaststätte 'Hinsch' Männer aus dem Ort ein, um den

'Schützenverein Dornbusch um Umgegend'

zu gründen. Das Ziel des Vereins war die Festigung der Dorfgemeinschaft und die Pflege der Geselligkeit.
In die Gründungsliste tragen sich anschließend 44 Versammlungsteilnehmer ein.

Die eigentlichen 'Gründungsväter' sind jedoch:





Die erste Generalversammlung findet am 14. Februar 1914 statt. Claus Nagel wird zum 1. Vorsitzenden (Präses) gewählt.

Das erste Schützenfest folgt dann am 12. u. 14. Juni 1914. Der erste Schützenkönig wird der Schiffer Heinrich Tiedemann aus Dornbusch. Er darf erstmals die Silberschärpe des Schützenvereins tragen, auf der sich auch heute noch das Silberschild mit den 4 Namen der 'Gründungsväter' befindet.

Es folgt der 1.Weltkrieg und das zweite Schützenfest wird erst wieder am 11. u. 13. Juni 1920 gefeiert.

1922 wird Jakob Schröder als 1. Vorsitzender gewählt, der dem Verein dann lange Jahre vorsteht.
Kinderkönige werden zuerst im Jahr 1925 ausgeschossen. Adele Hinsch und Heinrich Offe erringen diese Würden.

Aus den Protokollen der folgenden Jahre wird die damalige 'schlechte Zeit' deutlich.
So ist im Protokoll der Generalversammlung vom 13. März 1923 zur Inflationszeit zu lesen, dass der Jahresbeitrag den Wert von 4 Eiern haben soll und das Geld erst im Bedarfsfall 'einzuholen' ist, um der Entwertung zu entgehen. Weiter wird auf dieser Versammlung beschlossen, dass das Schützenfest am 8. und 10. Juni stattfinden soll, allerdings nur, wenn die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse es erlauben sollten.



Auf dem Foto rechts ist das Festzelt aus dem Jahr 1937/1938 abgebildet.


Im Hintergrund wird jedoch die Vereinsarbeit weiter geführt.
Man schickt den Schützenbrüdern an der Front Pakete.

Aus Briefen in die Heimat geht hervor, dass sie sich darüber sehr freuten.

1949 geht es dann wieder offiziell weiter. Es wird jedoch nicht gleich gefeiert, sondern der Schießstand wird zunächst renoviert. Als neuer Vorsitzender wird Ernst Hatecke gewählt.  Das Schützenfest 1949 findet auf dem Grundstück von Erhard Möller statt.
Geschossen wird auf dem renovierten Schießstand mit Luftgewehren. Getanzt wird nach neuen Schlagern, wie z.B. 'Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien' oder 'Barbara, komm' mit mir nach Afrika'.
Klaus Eylmann wird König, die Schärpe wird schwerer und der Köm kostet pro Glas 1,- DM.

(Festplatz 1960)

In den nächsten Jahren wachsen die Mitgliederzahlen und auch die Ansprüche steigen. Die Anlagen des alten Schießstandes reichen nicht mehr aus.

Unter dem 1959 gewählten Präses Robert Schütt wird der jetzige Schützenplatz mit einem neuen Schießstand geschaffen. Das Gelände wird von der Gemeinde Drochtersen zur Verfügung gestellt, alles andere geschieht in kameradschaftlichem Zusammenhalt in Eigenleistung.

Im Jahre 1964 findet das 50jährige Jubiläum statt. Claus Nagel als Vereinsgründer, sowie Claus Schröder, Wilhelm Henkel und Claus Rettmer erhalten die 'Goldene Ehrennadel' für 50jährige Vereinstreue.

Im Jahr 1965 gehen so langsam aber sicher die Anstecknadeln aus, die bis dahin die Vereinszugehörigkeit am Joppen zeigten.
Auf der Generalversammlung 1966 wird deswegen beschlossen, statt der Vereinsnadel neue Ärmelabzeichen entwerfen und nähen zu lassen. In der Gastwirtschaft 'Suhr' am Dornbuscher Hafen setzen sich daraufhin Maurermeister Willi Nagel und Gastwirt Günter Suhr (der eine konnte zeichnen, der andere malen) zusammen und machen sich über ein Wappen konkrete Gedanken. So entsteht das heute noch getragene 'Dornbuscher Wappen' als Ärmelabzeichen.

(Vereinsabzeichen)

Hatte man bisher das Schützenfest in einem Zelt gefeiert, entschließt man sich im Jahre 1967 unter der Initiative von Robert Schütt eine Festhalle zu bauen.

Vorbei sind dafür aber auch die schönen Stunden des Zeltholens, -aufbauens und wieder fortbringen. Die neue Halle wird allseits bestaunt und bewundert, ist sie doch die erste in ihrer Größenordnung in Kehdingen.

Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte ist die Gründung der Damenabteilung im Jahr 1969. Es begann mit 6 Schützenschwestern und entwickelte sich bis zum Jahr 2008 auf 131 Schützendamen.

Auf der Generalversammlung 1970 stellt Robert Schütt sein Amt zur Verfügung und Helmut Hatecke wird als Nachfolger gewählt. In die Zeit seiner Tätigkeit fällt der Hallenanbau (zum Schützenplatz hin), wiederum in Eigenleistung, mit Umlage und mit Eigenmitteln.

1974 wird Werner Funck zum Präses gewählt.

Als dann letztlich auch noch neues Gestühl für die Halle angeschafft ist, wird am 23. Februar 1976 alles was in den letzten Jahren mühselig aufgebaut worden war, durch eine Sturmflut wieder zerstört. Durch 2 Deichbrüche in Dornbusch werden Schießstand, Fest- und Sporthalle sowie der Schützenplatz völlig verwüstet.

Nach völliger Renovierung der Anlagen werden 1977 erneut Pläne für die Halle geschmiedet. Ein Anbau für die Südseite von 7,5 x 32 m wird erstellt und 1979 seiner Bestimmung übergeben. Nun verfügt der Verein über einen neuen Luftgewehrschießstand, WC-Räume, Duschen, Umkleideräume, eine Küche und einen Gesellschaftsraum. Im separaten Schießstandgebäude können auf neun 50m-Kleinkaliber-Bahnen und acht Luftgewehrschießbahnen Wettkämpfe, wie z.B. der KK-Dreistellungskampf ausgetragen werden. In der Festhalle befindet sich ein weiterer, moderner Luftgewehrstand, u.a. geeignet für LG-Freihand und LG-Auflage.

Bereits seit dem Jahr 1975 nimmt der Schützenverein Dornbusch am sportlichen Schießen in der Winterrunde teil, später dann ab 1980 auch an Bezirksmeisterschaften und an der Kleinkaliber-Sommerrunde.

Ein Gedanke unserer Vereinsväter aus dem Jahr 1924 wird im Winter 1980/1981 wieder aufgegriffen und verwirklicht - der Spielmannszug wird gegründet, der sich in kürzester Zeit Dank tüchtiger Übungsleiter und fleißiger Spielleute einen Namen weit über die Grenzen Kehdingens hinaus macht.

(Rechts ein Foto der Spielmannszugmitglieder aus dem Jahr 1981)

Nachdem dann noch der Eingangsbereich der Halle neu gebaut wird, ist die Halle noch geräumiger und praktischer für kulturelle und sportliche Zwecke.

Im Jahre 1989 findet das 75jährige Jubiläum statt. Im Rahmen der Königstafel wird dem ältesten Vereinsmitglied Claus Freudenthal (90 Jahre) die 'Goldene Ehrennadel' des Vereins für 69jährige Mitgliedschaft überreicht. In dieser Zeit errang er 1921 und 1931 jeweils die Königswürde.
Auf dem Foto ist der Freitagsumzug zu sehen, somit die Würdentrager des vergangenen Schützenjahres.


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Nach 20 Jahren leitender Vorstandsarbeit gibt Werner Funck 1994 den Vorsitz weiter an Hans-Heinrich Möller.

17 Jahre lang wächst und gedeiht der Verein unter Hans-Heinrich Möllers 'Regie' weiter. 1996 schießt er sich zudem als 'König' in doppelter Verantwortung an die Vereinsspitze.
Unter seiner Leitung werden vielfältige Unterhaltungs-, Umbau- und Vergrößerungsmaßnahmen an der Festhalle und dem KK-Stand durchgeführt, wie z.B. ein neues Dach für den Schießstand, Hallenverblendung und Verkleidung der Außenwände.
Aber auch innen wird viel umgebaut, dem zeitlichen Standard und den Schießstand-Richtlinien angepasst.
Nicht unerwähnt bleiben darf hier an dieser Stelle unser langjähriger Vizepräses Jürgen Richters, der ein 3/4 Jahr lang jedes Wochenende für den Verein arbeitete.

Festhalle Dornbusch

Auf der Generalversammlung im Februar 2010 möchte Hans-Heinrich Möller sein Amt nach regulärem Ablauf seiner Amtszeit aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellen.
Weder im Vorfeld der Generalversammlung noch aus der Generalversammlung selbst heraus findet sich ein Vereinsmitglied, dass sich für eine Wahl zum Präses zur Verfügung stellen möchte. Hans-Heinrich Möller schlägt der Versammlung vor, unter bestimmten Voraussetzungen, wie u.a. Regelung von Kompetenzen, den Verein für 1 Jahr kommissarisch weiter führen zu wollen.
Diesen Vorschlag nimmt die Versammlung dankend an und spricht Hans-Heinrich Möller für das nächste Jahr einstimmig das Vertrauen aus und erklärt sich damit einverstanden, dass er bis zur nächsten Generalversammlung Vorschläge ausarbeitet, wie Satzung und Geschäftsordnung zeitgemäß anzupassen sind.

Der Vorstand nutzt dieses Jahr und erarbeitet einen neuen Satzungsentwurf und überarbeitet die Geschäftsordnung. Des weiteren stiegen in den vergangenen Jahren die Ausgaben des Schützenkönigs ständig in die Höhe, so dass kaum noch ein Schützenbruder die Würde erringen wollte. Aus diesem Grunde wird auch ein Vorschlag zur Kostensenkung für den König, was einher geht mit einer grundlegenden Änderung des Schützenfestablaufes, ausgearbeitet.
Sowohl die neue Satzung als auch die Änderung des Schützenfestablaufes wird von der Generalversammlung im Februar 2011 nahezu einstimmig beschlossen, weil beides schlichtweg überfällig war.

Auch die Problematik um den 1. Vorsitzenden des Vereins kann bereits im Vorfeld der Versammlung aus dem Weg geräumt werden. Als Nachfolgerin für Hans-Heinrich Möller, der nach 34 Jahren Vorstandsarbeit und 17 Jahren als Präses sein Amt zur Verfügung stellt, wird Elvira Reuels vom Vorstand als Präsidentin vorgeschlagen und von der Generalversammlung an die Vereinsspitze als 1. Vorsitzende gewählt.
Sie ist nicht nur in unserem Verein, sondern in der gesamten Schützenvereinigung Kehdingen, die erste Frau, die dieses leitende Amt bekleidet.

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